Ausflug der Blaskapelle Schapen 2019

Ems-Piraten auf hoher See

Einen waschechten Ems-Piraten stören weder Wind noch Regen: Das versuchte sich die Blaskapelle beim Sommerausflug 2019 einzureden. Denn die Kanufahrt über die Ems wäre fast ins Wasser gefallen.

Da in Schapen aber natürlich niemand aus Zucker ist, wagten die Mitglieder den wagemutigen Sprung in die Kayaks und Kanus. Der Weg von Salzbergen nach Listrup war von zahlreichen Schauern und Windböen geprägt, aber alle kamen heile am Ufer an. Dass es gar nicht so leicht ist, ein Kanu mit 10 Insassen zu steuern, mussten die Jugendlichen schnell feststellen. Es mussten kleine Lieder her, die den einheitlichen Rhythmus einfacher machten. Und auch das Alphabet vorwärts UND rückwärts können jetzt alle wieder.

Wer nahe der Ems am vergangenen Samstag zahlreiche Male „Großer Gott wir loben dich“ und „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ gehört hat: Das geht wohl auf das Konto der Blaskapelle. Schlussendlich dann in Listrup angekommen, musste noch ein obligatorisches „Boomerang“ gemacht werden. Von dort ging es zurück ins beschauliche Schapen.

Die Blaskapelle spielte das altbekannte Spiel Flunkyball.

Das Abendprogramm ließ sich nicht lumpen: Neben unzähligen Runden Flunkyball, spielte die Blaskapelle natürlich auch das traditionsreiche Werwolf-Spiel. Anstelle eines Lebenslichts gab es in diesem Jahr einen Lebenspfeffi – da war das nächtliche Ableben dann nicht ganz so dramatisch.

Beim Schnuppertag der Blaskapelle Schapen probierten die Kinder Instrumente nach Herzenslust aus.

Nachwuchs wirbt Nachwuchs

Lautes Trommeln und Tröten erschallte durch die Schapener Kirchstraße. Die Musikjugend der Blaskapelle Schapen veranstaltete einen Schnuppertag für neue Mitglieder.

Joost (5) zeigt sein Können an dem Tenorhorn.

Ob die dicke Pauke, die kleine Trommel oder das breite Angebot an Percussion-Instrumenten wie Klanghölzer, eine Zugpfeife oder Kastagnetten: Das Schlagzeug war vor allem bei den Jungs sehr beliebt. Auf fast allen Laufzetteln der kleinen Nachwuchsmusikern war das Schlagzeug und die Percussion-Instrumente direkt abgestempelt. „Ich fand das Tenorhorn am besten“, stellte sich Joost Middendorp (5) gegen den Strom. Auf Anhieb schaffte er es, bei allen Blasinstrumenten einen Ton zu erzeugen.

Mila (8) hat sich in die Querflöte verliebt.

Spielerisch zeigten Julius Voorbrink und Elias Hilmes aus der Musikjugend Joost, wie er das Mundstück für einen perfekten Ton ansetzen muss. Auch bei den anderen Instrumenten gaben die jungen Musiker ihr Wissen weiter und sprachen somit auf Augenhöhe mit den interessierten Kindern. Die 8-jährige Mila Krug probierte sich mehrere Male an der Querflöte aus: „Ich habe in einem Kindergottesdienst mal eine Querflöte gehört und fand das sofort toll.“ Ihre kleine Schwester Hanna (4) versuchte sich zunächst an der Blockflöte und lies, ebenso wie ihre Schwester, die ersten Töne erklingen.

 „Mit der Blockflöte starten viele Kinder in die Musiklehre“, beschrieb Edmund Huil, Vorsitzender der Blaskapelle Schapen. Die ersten Noten lesen oder ein Rhythmusgefühl entwickeln, auf diese Dinge komme es in den ersten Monaten an. „Je früher die Kinder mit dem Erlernen eines Instrumentes anfangen, desto mehr an Sicherheit gewinnen sie für eine mögliche weitere Ausbildung“, so Huil.

Einige Kinder der Musikjugend warben gemeinsam mit älteren Mitgliedern neue Mitglieder.

Die Idee, den eigenen Nachwuchs für neuen werben zu lassen, kam Joana Krauledat, Jakob von der Haar, Katharina Huil und Stefan Griese als Jugendverantwortliche: „Dass unsere Musikjugend im Moment stark aufgestellt ist, freut uns natürlich ungemein. Aber die Nachwuchsarbeit darf niemals einschlafen“, gab Stefan Griese als Dirigent der Musikjugend zu bedenken. „Zusammen mit der Musikschule des Emslandes haben wir unsere Ausbildung in den vergangenen Jahren anders aufgestellt und sind über diesen starken Partner sehr dankbar“, waren sich Huil und Griese einig.

Wir haben eine Vision: Die Eurovision!

Jede Stimme zählt heißt es in genau einem Monat: Am 26. Mai ist die Europawahl. Nur gemeinsam können wir etwas bewirken und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Deswegen sagen wir als Blaskapelle Schapen: Geht wählen! Denn wir sind Gemeinde, wir sind Europa.

Wir haben eine Vision: Die Eurovision!
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Wir sagen Danke an das Studio 4TY8 für die tolle und professionelle Zusammenarbeit. Wir haben uns gefreut, das Video mit euch zu drehen und Teil der Kampagne „Wir sind Gemeinde, wir sind Europa“ sein zu dürfen.

Unternehmer Thomas Hoffrogge (mitte) überreicht eine Spende in Höhe von 6.000 Euro an Franz-Josef Göcke (links) und Edmund Huil von der Blaskapelle Schapen.

Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements

Einmal Schapen, immer Schapen zeigt sich nicht nur bei zahlreichen Veranstaltungen: Unternehmer Thomas Hoffrogge überreichte eine Spende in Höhe von 6.000 Euro an die Blaskapelle Schapen.

Als Schapener und interessierter Zuhörer zeigte sich Hoffrogge von der Entwicklung der Blaskapelle begeistert. „Was die Mitglieder und der Vorstand alles auf die Beine stellen, sei es in der Jugend oder auch bei Veranstaltungen hier in Schapen, ist schon beachtlich“, lobte er das Engagement der Musiker. Insbesondere die junge Altersstruktur von nicht einmal durchschnittlich 25 Jahren beeindruckten ihn immer wieder, so der Geschäftsführer des Schapener Unternehmens Innenausbau Hoffrogge.

Bereits seit vielen Jahren zeigt sich Thomas Hoffrogge als großzügiger Unterstützer der Schapener Kapelle. „Wir kennen Thomas als einen ortsverbundenen Musikfreund und sind ihm mehr als dankbar für die jahrelange finanzielle Unterstützung“, schätzt ihn Edmund Huil, Vorsitzender der Blaskapelle.

Dieter Schlüwe (hinten rechts) überreichte den erfolgreichen Teilnehmern des D1-Lehrgangs ihre Urkunden.

Junge Musiker beweisen ihr Können

Zu „hervorragenden Ergebnissen“ gratulierte Edmund Huil, Vorsitzender der Blaskapelle Schapen, den 16 Prüflingen, die den D1-Lehrgang in Spelle erfolgreich abgeschlossen haben.

Die Grundstufe der musikalischen Weiterbildung legten die jungen Musiker in einer theoretischen und praktischen Prüfung ab. Insgesamt konnten 100 Punkte, davon 40 in der Theorie und 60 in der Praxis gesammelt werden. Die volle Punktzahl erlangte die erst elfjährige Jette von Atens aus Schapen an der Querflöte. Auf nur einen Punkt musste Ann-Christin Reekers aus Spelle, ebenfalls an der Querflöte, verzichten. „Dass die jüngste Teilnehmerin auch gleichzeitig die beste ist, freut mich natürlich ungemein“, zeigte sich Prüfer Dieter Schlüwe, Schulungskoordinator vom Landesmusikverband Niedersachsen, begeistert. Der Lehrgang sei nicht nur eine Feststellung des musikalischen Status Quo, sondern auch eine Orientierungshilfe für die Zukunft. Das Gesamtniveau des aktuellen Lehrgangs war „überdurchschnittlich gut“, so Schlüwe weiter.

Frank Engeln, Julian Peppersack und Niko Förster begleiteten die Lehrgangsteilnehmer über vier Wochen hinweg und bereiteten sie auf die Prüfungen vor. Ihnen dankte Edmund Huil, Vorsitzender der Blaskapelle Schapen und Ausrichter des Lehrgangs. In seinen Dank nahm er auch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Spelle-Venhaus auf, der die Örtlichkeiten zur Verfügung stellte. Für die Vereine des südlichen Emslandes, die sich zu einer Lehrgangseinheit zusammengeschlossen haben, sind die D-Lehrgänge eine Möglichkeit, die eigenen jungen Musiker zu fordern und fördern. Das begrüßte vor allem der Vorsitzende des Fachbereichs Blaskapelle des Regionalen Musikverbandes, Hans-Günter Dünhöft.

Der Vorstand der Blaskapelle Schapen mit den Neuaufnahmen.

Blaskapelle stellt sich breiter auf

Breiter aufgestellt hat sich die Blaskapelle Schapen bei ihrer Generalversammlung im Januar. Die umfangreichen Aufgaben, die ein ehrenamtlicher Verein erfüllen muss, sollten nicht nur auf wenigen Schultern lasten, mahnte Vorsitzender Edmund Huil.

Im Jahresrückblick ging Schriftführerin Henrika Huil auf die Höhepunkte des vergangenes Jahres ein. „Ein Tag, der allen Musikern in Erinnerung blieb“, war die Bischofsweihe von Heiner Wilmer in Hildesheim. Früh morgens aufgestanden, machte sich die Gemeinde samt Blaskapelle auf den Weg, um den Schapener bei seinem wichtigen Tag zu begleiten. Ebenso eindrucksvoll war das Konzert mit dem Hopstener Kirchenchor im November. „Da haben wir ordentlich die Hütte abgerissen“, ließ sich Huil von den Gedanken an den Applaus mitreißen. 

Dirk Brünenborg, musikalischer Leiter der Blaskapelle, zeigte sich ebenfalls äußert zufrieden mit dem vergangenen Jahr: „Die Hauptsache ist, dass es in diesem Jahr auch so gut läuft“, gab er zu Bedenken. Ein großes Lob erhielt der Metelener Brünenborg vom Vorsitzenden: „Du forderst uns immer wieder und das ist auch gut so“. Insgesamt dankte Huil allen Mitgliedern, die sich über die Proben hinaus engagieren. 

Der geschäftsführende Vorstand wird breiter aufgestellt und die Aufgaben passend aufgeteilt. Als Technikwart zeichnet sich Christian Hoffhues aus, Zeugwarte sind Erika Wiggering und Andrea Dirkes. Die umfangreichen Tätigkeiten der Notenwarte nehmen Josef Tebbe, Christian Hoffhues, Theresa Meyer und Mario Hoffhues auf sich. Letzterer ist gleichzeitig in der Mitgliederverwaltung tätig. Neben Joana Krauledat und Jakob von der Haar als Jugendvertreter und Stefan Griese als Jugenddirigent unterstützt Katharina Huil die Jugendarbeit. 

Die zur Wahl stehenden Vorstandsposten wurden einstimmig gewählt: Edmund Huil (Vorsitzender) und Henrika Huil (Schriftführerin und Pressewartin). Für Sarah Lambers tritt Joana Krauledat als Jugendvorsitzende ein und das Amt von Kassenprüfer Ludger Hofhues übernimmt nach 15 Jahren Andrea Dirkes. Das große Engagement innerhalb der Kapelle begeisterte den Vorsitzenden: „Davon lebt unser Verein und die ehrenamtliche Arbeit macht richtig Spaß“. Über gleich drei Neuaufnahmen freute sich die Blaskapelle: Mit Jette von Atens, Sebastian Pelle und Verena Hilbers verstärken drei Musiker die Reihen der Kapelle.

Im Jahr 2019 warten einige interessante Termine auf die Blaskapelle Schapen. Zusammen mit der Gemeinde Schapen fährt die Blaskapelle im Oktober nach Rom. Dort wird ein Oktoberfest gefeiert und die Papstaudienz – wie auch im Jahr 2011 – musikalisch begleitet. Vorausschauend tat sich eine Planungsgruppe für ein Konzert im Jahr 2020 zusammen: Katharina Huil, Stefan Griese, Jakob von der Haar, Joana Krauledat, Christian Hoffhues, Anné Determann und Henrika Huil sind die kreativen Köpfe dahinter. Ebenfalls kreativ wurden die Mitglieder bei einer Mitgliederbefragung am Ende der Versammlung. Es zeigte sich eine große Zufriedenheit mit der Stimmung innerhalb der Blaskapelle und auch die Organisation gefiel den Mitgliedern.    

Die Blaskapelle Schapen spielt ein Blues-Stück.

Gelungenes Konzert in Hopsten

Ein Satz: „Let Me Entertain You“. Das beschreibt die Leistung der Blaskapelle Schapen. Mit stimmungsvoller Musik rissen die Schapener ihre Zuschauer von den Plätzen und sorgte für minutenlanges Klatschen.

Monatelang bereitete sich die Blaskapelle auf das Konzert vor und feilte an den anspruchsvollen Stücken, die sich in ihrer Stilrichtung nicht mehr unterscheiden könnten. Auf dem Probenwochenende im Oktober arbeiteten die einzelnen Register intensiv an den schwierigen Passagen und verbesserten den Gesamtklang des Orchesters. Der Spaß kam dabei aber nicht zu kurz und so kürten die Musiker abends die kreativste Gruppe einer Schnitzeljagd. 

Zurück zum Konzert: Angefangen mit einem getragenen Marsch, der das Publikum in die Zeit der Kriege zwischen Engländern und Schotten entführte. „Marsch der Soldaten des Robert Bruce“ machte mit einer Solo-Piccolo und einer schottischen Marschtrommel einiges her. Zu Feierlichkeiten erklingt der Marsch häufig in der Londoner Royal-Albert-Hall.

„Wir taufen den Saal der Gaststätte Schmiemann von nun an auf den Namen „Royal-Alois-Hall“,

scherzte Moderator Peter Junk. Inhaber der Gaststätte Schmiemann ist Alois „Archie“ Schmiemann.

Schwungvoll ging es weiter mit der „Wiener Melange“ von Johann Strauß. Bei geschlossenen Augen fühlten sich die Zuschauer in Wiener Ballsäle versetzt und sahen die schwingenden Kleider der Damen geführt von starken Männern vor sich.

Ein Schlagzeuger der Blaskapelle Schapen lässt Luftballons im Takt platzen.

Mit dem gewissen Knalleffekt machte die „Luftballon-Polka“ auf sich aufmerksam. Schlagzeuger Jakob von der Haar ließ die Luftballons passend zum Takt platzen und sorgte für den ein oder anderen Lacher im Publikum. Die Konfettikanone zündete zwar erst beim zweiten Versuch, sorgte aber für nicht weniger Knall als die Ballons. Den ersten Block der Blaskapelle Schapen vollendete „Blue Night“. Hawaiiketten zeugten bei den Musikern von stimmungsvoller, aber ruhiger Tanzmusik. 

Nachdem die großen Musiker bereits ihr Können unter Beweis gestellt hatten, folgte die Musikjugend. Mit „Pomp and Circumstances“ eröffneten die jungen Musiker schwungvoll ihren Part des Konzerts. Über ihren allerersten Auftritt freuten sich die beiden Hopstener Nachwuchs-Tenorhornisten Linus Schröer und Johannes Töns. Bei „Hänschen Klein“ und „Old MacDonald had a Farm“ präsentierten die beiden Jungen, was sie in dem einen Ausbildungsjahr bereits gelernt haben. Zusammen mit der Musikjugend erhielten die Jugendlichen großen Applaus. 

Neben der Blasmusik kam aber auch der Kirchenchor Hopsten nicht zu kurz und präsentierte nach mehrjähriger Pause zum ersten Mal ihr neues Repertoire unter Chorleiter Denis Novac. Die Zusammenarbeit der Blaskapelle und des Kirchenchors zeigte sich in den Wochen vor dem Konzert als anspruchsvoll, aber gewinnbringend. Das Highlight des Abends wurde von den Moderatoren Peter Junk und Michaels Wessels häufig angekündigt.

„Wir werden später Zeuge einer Weltpremiere, wenn Blaskapelle und Chor bundesländerübergreifend zum ersten Mal ein gemeinsames Stück vortragen werden“,

zeigten sich die Moderatoren begeistert von dem, was noch kommen sollte.

Bevor es zum Highlight des Abends kam, übernahm die Blaskapelle im Anschluss an den Kirchenchor erneut die musikalische Gestaltung des Abends und schlug deutlich andere Töne als in der ersten Halbzeit an. Das bekannte Robbie-Williams-Medley „Let Me Entertain You“ sorgte für die ersten begeisterten Pfiffe im Publikum und sollte Vorbote für weitere stimmungsvollen Lieder sein. Mit einer Zusammenstellung aus verschiedenen Western-Filmen brachte die Blaskapelle den Wilden Westen in die „Royal-Alois-Hall“.

Ein Gewinnspiel auf der Facebook-Seite der Blaskapelle erfragte im Vorfeld, wer die Nummer einer Dame kennt, die im Münchener Sperrgebiet Skandale antreibt: „Unter 32-16-8 herrscht Konjunktur die ganze Nacht“ – Ohrwurm garantiert. Bei der „80er KULT(tour)“ hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen, sodass einige begeistert mitwippten und die bekannten Melodien aus „Skandal im Sperrbezirk“, „Ohne dich schlaf ich heute Nacht nicht ein“, „1000 und eine Nacht“, „Sternenhimmel“ und „Rock Me Amadeus“ mitsangen. Die abschließende „Blues Brothers Revue“ war der krönende Abschluss des fulminanten Konzerts. 

Das Highlight des Abends stellte das anspruchsvolle „Baba Yetu“ dar, dass die beiden Gruppen in einigen gemeinsamen Proben intensiv geübt hatten. Dass ein Blasorchester nicht nur aus Instrumenten, sondern auch aus einer Vielzahl an verschiedenen Schlagzeug-Arten besteht, war den Zuschauer spätestens bei diesem afrikanischen Lied bewusst. Mit gleich sechs Schlagzeugern – zwei Querflöten mussten aushelfen – bewerkstelligten sie die vielen verschiedenen Stimmen und sorgten für einen Hauch Afrika. Der Kirchenchor hatte ebenso hart an dem Stück gearbeitet, um die Sprache Suaheli gekonnt singen zu können. Zusammen glänzten die beiden Gruppen um die Wette und krönten somit ihr gelungenes Konzert.

Musik verbindet

Gemeinsam mit dem Kirchenchor Hopsten veranstaltet die Blaskapelle Schapen ein Konzert auf dem Saal der Gaststätte Schmiemann in Hopsten. Am 18. November präsentieren die Musiker ab 16.30 Uhr Stücke aus verschiedenen Musikrichtungen.

Konzertplakat "Musik verbindet"

Neben Robbie Williams Songs aus Let Me Entertain You, einem Medley der Blues Brothers oder einem Hauch vom Wilden, Wilden Westen gehören dazu ebenso Klassiker wie Ave Maria. In zwei Blöcken finden neben Einzeldarbietungen der beiden Musikgruppen auch einige gemeinsame Stücke Platz. Auf das gemeinsame Üben freut sich Edmund Huil, Vorsitzender der Blaskapelle, schon:

„Die Zusammenarbeit mit dem Hopstener Kirchenchor gestaltet sich sehr offen und zuverlässig. Wir freuen uns auf ein tolles Konzert und sind gespannt, wie sich unsere beiden Musikgruppen vereinen werden“.

Vorsitzender Edmund Huil

Neben den Auftritten des Kirchenchors und der Blaskapelle erhalten auch die Jüngsten, unsere Musikjugend, die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. In wöchentlichen Proben arbeiten die Mädchen und Jungen unter der Leitung von Stefan Griese schon fleißig an ihrem Programm.

Bischöfliche Hofkapelle

Samstagmorgen, 4.05 Uhr: Der Wecker klingelt – es geht los. Die kalte Dusche war wohl nötig, die Nacht kurz. Der Kaffee am Morgen das Lebenselixier. Ein kurzer Blick auf die Uhr. Um 5.15 Uhr stehen die Schapener bereits auf dem Parkplatz des Landgasthauses Rosken. Überall müde, aber aufgeregte Gesichter. Die Treppen des Busses erklommen, ging der wilde Ritt nach Hildesheim endlich los. Die erste Stunde nutzten viele, um noch eine Mütze Schlaf zu ergattern. Aber spätestens nach der Pause auf dem Rastplatz Auetal war das nicht mehr denkbar. Der warme Kaffee und leckere Kuchen stärkten die Musiker und mitgereisten Schapener.

„Wenn wir gleich in Hildesheim ankommen, dann müssen alle mit anpacken.“

Vorsitzender Edmund Huil

Viele Hände, schnelles Ende: Um 9 Uhr in Hildesheim angekommen, war der Weg ins das Gymnasium Josephinum nicht weit. Am Domplatz vorbei trafen die Schapener auf das Who-Is-Who der deutschen Katholischen Kirche. Auch einige bekannte Gesichter vom Handruper Gymnasium Leoninum, Heiner Wilmers Alma Mater, konnten ausgemacht werden.

Viele kleine und große Kinder in Messdienergewänden gingen in Richtung Hildesheimer Mariendom und waren mindestens so aufgeregt wie die Schapener. Beeindruckend zu sehen waren die Gruppen und Vereine, die unseren Schapener Jung Heiner Wilmer in seinen wohl wichtigsten Stunden unterstützen wollen. Neben Schützenvereinen und Schulgruppen, waren auch einige Ritter dabei. „Hast du die schon gesehen?“, war wohl die bestimmendste Frage in der Zeit vor dem Weihgottesdienst.

Gemütlich wollten die Schapener auf dem Domplatz ihre Bänke besetzen. Aber nichts da: Schon eine knappe halbe Stunde vor Beginn der Weihe war der Platz bis an den Rand gefüllt. Also hieß es in kleine Gruppen aufteilen und irgendwo einen Platz finden. Auf denen hielt es die Schapener aber nicht lange, als Heiner Wilmer kurz vor 10 Uhr sein Bischofshaus verlies. Wie ein kleiner Star jubelten und klatschten bereits einige Begeisterte.

Sichtlich angespannt betrat der angehende Bischof umsäumt von hunderten Messdiener und zahlreichen Bischöfen den Hildesheimer Dom, sein neues Zuhause. Schnell wieder Platz nehmen, sodass die Schapener auch ja nichts verpassen, war die Devise. Die Sicht einigermaßen gut, nahm der Weihgottesdienst seinen Lauf. Auf den engen Bänken kamen die ersten leisen Gespräche auf: „Wo kommt ihr denn her?“. Begeistert zeigten sich die übrigen Gottesdienstbesucher von der großen Scharr an Schapenener: Mehr als 200 wollten ihren „Schapener Jung“ schließlich tatkräftig unterstützen.

Spätestens als alle Last von ihm abfiel und Heiner inmitten des Doms auf Plattdeutsch erklärte, weshalb er ein Faß Bier für die Emsländer organisieren musste, hatte er alle Herzen bei sich. Lautes Lachen und Applaudieren hallte vom Dom über den Domplatz, vermutlich bis nach Schapen. Wie menschlich und nahbar er trotz seiner neuen Aufgabe als Bischof bleiben wird, zeigte der „Herz-Jesu-Bischof“, wie Erzbischof Stefan Heße aus Hamburg in taufte, bei seinem Bad in der Menge. Sein breites Grinsen steckte alle mit an und es flossen bestimmt so einige Tränchen.

Nach der Weihe machten sich die Musiker auf, sich erst einmal zu stärken. Nach den vier Stunden Gottesdienst war das auch bitter nötig. Den Klängen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Dinklar lauschend, schmeckte das Schnitzelbrötchen großartig. Einige Stücke spielten wir zusammen vor dem beeindruckenden Dom. Vielleicht war es Wunschdenken oder Einbildung, aber mit Sicherheit wanderte der ein oder andere Blick des neuen Bischofs in Richtung der Bühne.

Ein Highlight, auf das sich die Schapener schon während der Busfahrt eingestimmt hatten, war das Schapen-Lied:

„Scha-Scha-Schapen, klein aber fein. Scha-Scha-Schapen, ich lieb‘ dich nicht nur zum Schein. Zwar wachsen keine Reben hier, aber dafür gibt es Schnaps und Bier. Unsere Stimmung ist famos, in Schapen ist immer was los“,

schallte es laut über den Hildesheimer Domplatz.

Zwar konnte sich unser Bischof von seinen offiziellen Pflichten nicht lösen und lautstark mit den Schapenern einstimmen, in seinem Herzen sang er aber bestimmt mit. In Windeseile packten die Musiker ihre Sachen zusammen und rannten förmlich zurück zum Bus aus Sorge, dass dieser ohne sie fahren würde. Fehlt noch einer? Ja, Heiner! Dieser bleibt aber wohl oder übel in Hildesheim.

In alter Blaskapellen-Manier musste selbstverständlich auf dem Rastplatz „Mutter, Mutter, der Reis kocht über“ gespielt werden. Sonst wäre es kein #blaskapelleontour gewesen. Trotz großer Müdigkeit war die Busfahrt definitiv alles andere als langweilig. Nicht nur ein Geburtstagsständchen wurde gesungen, auch der Franz von der Vogelwiese saß plötzlich im Bus auf dem Weg nach Schapen. Als auf der Autobahn das Schild „Willkommen im Emsland“ zu sehen war, rückte die Heimat in greifbare Nähe. Obwohl alle abends todmüde ins Bett gefallen sind, hat sich der kleine Roadtrip auf jeden Fall gelohnt. Abschließend bleibt uns nur noch zu sagen:

„Heiner, es war uns eine Ehre!“

Eine Journalistin interviewt den Vorsitzenden der Blaskapelle.

Blaskapelle Schapen goes Hollywood

Spaß beiseite: Zahlreiche Medien zeigen sich an der bevorstehenden Bischofsweihe in Hildesheim interessiert. Der Schapener Pater Heiner Wilmer wird am kommenden Samstag, 1. September, zum Bischof geweiht. Um ihm dabei ein Stück Heimat zu gewährleisten, tritt die Blaskapelle die Fahrt ins niedersächsische Hildesheim an. 

Unser Vorsitzender Edmund Huil spricht in dem Interview mit NDR1 Niedersachsen über seine persönlichen Begegnungen mit Heiner Wilmer. Aber auch die Blaskapelle hat in den vergangenen Jahren immer wieder zahlreiche Berührungspunkte mit dem ehemaligen Generaloberen der Herz-Jesu-Priester gehabt. Zu seinen Heimatprimizien oder sonstigen Jubiläen schwang der Geistliche schon des Öfteren den Taktstock.

„Als ich euren Taktstock in der Hand hielt, war ich richtig nervös.“

Bischof Heiner Wilmer

In Zukunft wird er aber nicht nur in Schapen zeitweise musikalisch den Takt angeben. Die Katholiken im Bistum Hildesheim können sich über einen charismatischen Bischof freuen, der vieles bewegen wird. Ganz Schapen und besonders die Blaskapelle drückt Heiner Wilmer für diese spannende Zeit die Daumen und freut sich, ihm wieder ein Stück näher gekommen zu sein als noch zu seinen italienischen Zeiten.