Die Blaskapelle Schapen spielt ein Blues-Stück.

Gelungenes Konzert in Hopsten

Ein Satz: „Let Me Entertain You“. Das beschreibt die Leistung der Blaskapelle Schapen. Mit stimmungsvoller Musik rissen die Schapener ihre Zuschauer von den Plätzen und sorgte für minutenlanges Klatschen.

Monatelang bereitete sich die Blaskapelle auf das Konzert vor und feilte an den anspruchsvollen Stücken, die sich in ihrer Stilrichtung nicht mehr unterscheiden könnten. Auf dem Probenwochenende im Oktober arbeiteten die einzelnen Register intensiv an den schwierigen Passagen und verbesserten den Gesamtklang des Orchesters. Der Spaß kam dabei aber nicht zu kurz und so kürten die Musiker abends die kreativste Gruppe einer Schnitzeljagd. 

Zurück zum Konzert: Angefangen mit einem getragenen Marsch, der das Publikum in die Zeit der Kriege zwischen Engländern und Schotten entführte. „Marsch der Soldaten des Robert Bruce“ machte mit einer Solo-Piccolo und einer schottischen Marschtrommel einiges her. Zu Feierlichkeiten erklingt der Marsch häufig in der Londoner Royal-Albert-Hall.

„Wir taufen den Saal der Gaststätte Schmiemann von nun an auf den Namen „Royal-Alois-Hall“,

scherzte Moderator Peter Junk. Inhaber der Gaststätte Schmiemann ist Alois „Archie“ Schmiemann.

Schwungvoll ging es weiter mit der „Wiener Melange“ von Johann Strauß. Bei geschlossenen Augen fühlten sich die Zuschauer in Wiener Ballsäle versetzt und sahen die schwingenden Kleider der Damen geführt von starken Männern vor sich.

Ein Schlagzeuger der Blaskapelle Schapen lässt Luftballons im Takt platzen.

Mit dem gewissen Knalleffekt machte die „Luftballon-Polka“ auf sich aufmerksam. Schlagzeuger Jakob von der Haar ließ die Luftballons passend zum Takt platzen und sorgte für den ein oder anderen Lacher im Publikum. Die Konfettikanone zündete zwar erst beim zweiten Versuch, sorgte aber für nicht weniger Knall als die Ballons. Den ersten Block der Blaskapelle Schapen vollendete „Blue Night“. Hawaiiketten zeugten bei den Musikern von stimmungsvoller, aber ruhiger Tanzmusik. 

Nachdem die großen Musiker bereits ihr Können unter Beweis gestellt hatten, folgte die Musikjugend. Mit „Pomp and Circumstances“ eröffneten die jungen Musiker schwungvoll ihren Part des Konzerts. Über ihren allerersten Auftritt freuten sich die beiden Hopstener Nachwuchs-Tenorhornisten Linus Schröer und Johannes Töns. Bei „Hänschen Klein“ und „Old MacDonald had a Farm“ präsentierten die beiden Jungen, was sie in dem einen Ausbildungsjahr bereits gelernt haben. Zusammen mit der Musikjugend erhielten die Jugendlichen großen Applaus. 

Neben der Blasmusik kam aber auch der Kirchenchor Hopsten nicht zu kurz und präsentierte nach mehrjähriger Pause zum ersten Mal ihr neues Repertoire unter Chorleiter Denis Novac. Die Zusammenarbeit der Blaskapelle und des Kirchenchors zeigte sich in den Wochen vor dem Konzert als anspruchsvoll, aber gewinnbringend. Das Highlight des Abends wurde von den Moderatoren Peter Junk und Michaels Wessels häufig angekündigt.

„Wir werden später Zeuge einer Weltpremiere, wenn Blaskapelle und Chor bundesländerübergreifend zum ersten Mal ein gemeinsames Stück vortragen werden“,

zeigten sich die Moderatoren begeistert von dem, was noch kommen sollte.

Bevor es zum Highlight des Abends kam, übernahm die Blaskapelle im Anschluss an den Kirchenchor erneut die musikalische Gestaltung des Abends und schlug deutlich andere Töne als in der ersten Halbzeit an. Das bekannte Robbie-Williams-Medley „Let Me Entertain You“ sorgte für die ersten begeisterten Pfiffe im Publikum und sollte Vorbote für weitere stimmungsvollen Lieder sein. Mit einer Zusammenstellung aus verschiedenen Western-Filmen brachte die Blaskapelle den Wilden Westen in die „Royal-Alois-Hall“.

Ein Gewinnspiel auf der Facebook-Seite der Blaskapelle erfragte im Vorfeld, wer die Nummer einer Dame kennt, die im Münchener Sperrgebiet Skandale antreibt: „Unter 32-16-8 herrscht Konjunktur die ganze Nacht“ – Ohrwurm garantiert. Bei der „80er KULT(tour)“ hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen, sodass einige begeistert mitwippten und die bekannten Melodien aus „Skandal im Sperrbezirk“, „Ohne dich schlaf ich heute Nacht nicht ein“, „1000 und eine Nacht“, „Sternenhimmel“ und „Rock Me Amadeus“ mitsangen. Die abschließende „Blues Brothers Revue“ war der krönende Abschluss des fulminanten Konzerts. 

Das Highlight des Abends stellte das anspruchsvolle „Baba Yetu“ dar, dass die beiden Gruppen in einigen gemeinsamen Proben intensiv geübt hatten. Dass ein Blasorchester nicht nur aus Instrumenten, sondern auch aus einer Vielzahl an verschiedenen Schlagzeug-Arten besteht, war den Zuschauer spätestens bei diesem afrikanischen Lied bewusst. Mit gleich sechs Schlagzeugern – zwei Querflöten mussten aushelfen – bewerkstelligten sie die vielen verschiedenen Stimmen und sorgten für einen Hauch Afrika. Der Kirchenchor hatte ebenso hart an dem Stück gearbeitet, um die Sprache Suaheli gekonnt singen zu können. Zusammen glänzten die beiden Gruppen um die Wette und krönten somit ihr gelungenes Konzert.

Musik verbindet

Gemeinsam mit dem Kirchenchor Hopsten veranstaltet die Blaskapelle Schapen ein Konzert auf dem Saal der Gaststätte Schmiemann in Hopsten. Am 18. November präsentieren die Musiker ab 16.30 Uhr Stücke aus verschiedenen Musikrichtungen.

Konzertplakat "Musik verbindet"

Neben Robbie Williams Songs aus Let Me Entertain You, einem Medley der Blues Brothers oder einem Hauch vom Wilden, Wilden Westen gehören dazu ebenso Klassiker wie Ave Maria. In zwei Blöcken finden neben Einzeldarbietungen der beiden Musikgruppen auch einige gemeinsame Stücke Platz. Auf das gemeinsame Üben freut sich Edmund Huil, Vorsitzender der Blaskapelle, schon:

„Die Zusammenarbeit mit dem Hopstener Kirchenchor gestaltet sich sehr offen und zuverlässig. Wir freuen uns auf ein tolles Konzert und sind gespannt, wie sich unsere beiden Musikgruppen vereinen werden“.

Vorsitzender Edmund Huil

Neben den Auftritten des Kirchenchors und der Blaskapelle erhalten auch die Jüngsten, unsere Musikjugend, die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. In wöchentlichen Proben arbeiten die Mädchen und Jungen unter der Leitung von Stefan Griese schon fleißig an ihrem Programm.

Bischöfliche Hofkapelle

Samstagmorgen, 4.05 Uhr: Der Wecker klingelt – es geht los. Die kalte Dusche war wohl nötig, die Nacht kurz. Der Kaffee am Morgen das Lebenselixier. Ein kurzer Blick auf die Uhr. Um 5.15 Uhr stehen die Schapener bereits auf dem Parkplatz des Landgasthauses Rosken. Überall müde, aber aufgeregte Gesichter. Die Treppen des Busses erklommen, ging der wilde Ritt nach Hildesheim endlich los. Die erste Stunde nutzten viele, um noch eine Mütze Schlaf zu ergattern. Aber spätestens nach der Pause auf dem Rastplatz Auetal war das nicht mehr denkbar. Der warme Kaffee und leckere Kuchen stärkten die Musiker und mitgereisten Schapener.

„Wenn wir gleich in Hildesheim ankommen, dann müssen alle mit anpacken.“

Vorsitzender Edmund Huil

Viele Hände, schnelles Ende: Um 9 Uhr in Hildesheim angekommen, war der Weg ins das Gymnasium Josephinum nicht weit. Am Domplatz vorbei trafen die Schapener auf das Who-Is-Who der deutschen Katholischen Kirche. Auch einige bekannte Gesichter vom Handruper Gymnasium Leoninum, Heiner Wilmers Alma Mater, konnten ausgemacht werden.

Viele kleine und große Kinder in Messdienergewänden gingen in Richtung Hildesheimer Mariendom und waren mindestens so aufgeregt wie die Schapener. Beeindruckend zu sehen waren die Gruppen und Vereine, die unseren Schapener Jung Heiner Wilmer in seinen wohl wichtigsten Stunden unterstützen wollen. Neben Schützenvereinen und Schulgruppen, waren auch einige Ritter dabei. „Hast du die schon gesehen?“, war wohl die bestimmendste Frage in der Zeit vor dem Weihgottesdienst.

Gemütlich wollten die Schapener auf dem Domplatz ihre Bänke besetzen. Aber nichts da: Schon eine knappe halbe Stunde vor Beginn der Weihe war der Platz bis an den Rand gefüllt. Also hieß es in kleine Gruppen aufteilen und irgendwo einen Platz finden. Auf denen hielt es die Schapener aber nicht lange, als Heiner Wilmer kurz vor 10 Uhr sein Bischofshaus verlies. Wie ein kleiner Star jubelten und klatschten bereits einige Begeisterte.

Sichtlich angespannt betrat der angehende Bischof umsäumt von hunderten Messdiener und zahlreichen Bischöfen den Hildesheimer Dom, sein neues Zuhause. Schnell wieder Platz nehmen, sodass die Schapener auch ja nichts verpassen, war die Devise. Die Sicht einigermaßen gut, nahm der Weihgottesdienst seinen Lauf. Auf den engen Bänken kamen die ersten leisen Gespräche auf: „Wo kommt ihr denn her?“. Begeistert zeigten sich die übrigen Gottesdienstbesucher von der großen Scharr an Schapenener: Mehr als 200 wollten ihren „Schapener Jung“ schließlich tatkräftig unterstützen.

Spätestens als alle Last von ihm abfiel und Heiner inmitten des Doms auf Plattdeutsch erklärte, weshalb er ein Faß Bier für die Emsländer organisieren musste, hatte er alle Herzen bei sich. Lautes Lachen und Applaudieren hallte vom Dom über den Domplatz, vermutlich bis nach Schapen. Wie menschlich und nahbar er trotz seiner neuen Aufgabe als Bischof bleiben wird, zeigte der „Herz-Jesu-Bischof“, wie Erzbischof Stefan Heße aus Hamburg in taufte, bei seinem Bad in der Menge. Sein breites Grinsen steckte alle mit an und es flossen bestimmt so einige Tränchen.

Nach der Weihe machten sich die Musiker auf, sich erst einmal zu stärken. Nach den vier Stunden Gottesdienst war das auch bitter nötig. Den Klängen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Dinklar lauschend, schmeckte das Schnitzelbrötchen großartig. Einige Stücke spielten wir zusammen vor dem beeindruckenden Dom. Vielleicht war es Wunschdenken oder Einbildung, aber mit Sicherheit wanderte der ein oder andere Blick des neuen Bischofs in Richtung der Bühne.

Ein Highlight, auf das sich die Schapener schon während der Busfahrt eingestimmt hatten, war das Schapen-Lied:

„Scha-Scha-Schapen, klein aber fein. Scha-Scha-Schapen, ich lieb‘ dich nicht nur zum Schein. Zwar wachsen keine Reben hier, aber dafür gibt es Schnaps und Bier. Unsere Stimmung ist famos, in Schapen ist immer was los“,

schallte es laut über den Hildesheimer Domplatz.

Zwar konnte sich unser Bischof von seinen offiziellen Pflichten nicht lösen und lautstark mit den Schapenern einstimmen, in seinem Herzen sang er aber bestimmt mit. In Windeseile packten die Musiker ihre Sachen zusammen und rannten förmlich zurück zum Bus aus Sorge, dass dieser ohne sie fahren würde. Fehlt noch einer? Ja, Heiner! Dieser bleibt aber wohl oder übel in Hildesheim.

In alter Blaskapellen-Manier musste selbstverständlich auf dem Rastplatz „Mutter, Mutter, der Reis kocht über“ gespielt werden. Sonst wäre es kein #blaskapelleontour gewesen. Trotz großer Müdigkeit war die Busfahrt definitiv alles andere als langweilig. Nicht nur ein Geburtstagsständchen wurde gesungen, auch der Franz von der Vogelwiese saß plötzlich im Bus auf dem Weg nach Schapen. Als auf der Autobahn das Schild „Willkommen im Emsland“ zu sehen war, rückte die Heimat in greifbare Nähe. Obwohl alle abends todmüde ins Bett gefallen sind, hat sich der kleine Roadtrip auf jeden Fall gelohnt. Abschließend bleibt uns nur noch zu sagen:

„Heiner, es war uns eine Ehre!“

Eine Journalistin interviewt den Vorsitzenden der Blaskapelle.

Blaskapelle Schapen goes Hollywood

Spaß beiseite: Zahlreiche Medien zeigen sich an der bevorstehenden Bischofsweihe in Hildesheim interessiert. Der Schapener Pater Heiner Wilmer wird am kommenden Samstag, 1. September, zum Bischof geweiht. Um ihm dabei ein Stück Heimat zu gewährleisten, tritt die Blaskapelle die Fahrt ins niedersächsische Hildesheim an. 

Unser Vorsitzender Edmund Huil spricht in dem Interview mit NDR1 Niedersachsen über seine persönlichen Begegnungen mit Heiner Wilmer. Aber auch die Blaskapelle hat in den vergangenen Jahren immer wieder zahlreiche Berührungspunkte mit dem ehemaligen Generaloberen der Herz-Jesu-Priester gehabt. Zu seinen Heimatprimizien oder sonstigen Jubiläen schwang der Geistliche schon des Öfteren den Taktstock.

„Als ich euren Taktstock in der Hand hielt, war ich richtig nervös.“

Bischof Heiner Wilmer

In Zukunft wird er aber nicht nur in Schapen zeitweise musikalisch den Takt angeben. Die Katholiken im Bistum Hildesheim können sich über einen charismatischen Bischof freuen, der vieles bewegen wird. Ganz Schapen und besonders die Blaskapelle drückt Heiner Wilmer für diese spannende Zeit die Daumen und freut sich, ihm wieder ein Stück näher gekommen zu sein als noch zu seinen italienischen Zeiten.

Musiker marschieren durch den Ort Halverde.

Heiße Temperaturen in der Schützenfest-Saison 2018

Die heißen Temperaturen dieses Sommers machten der Blaskapelle Schapen während der Schützenfest-Saison ordentlich zu schaffen. Allerdings zeigten sich die Schützen und ihre Gäste in den Orten Ledde, Schale und Halverde sowohl dankbar für den Einsatz als auch fürsorglich.

„Ich finde es wirklich ganz toll von euch, dass ihr eure Freizeit dafür opfert, uns einen schönen Nachmittag zu machen, anstatt im Freibad zu liegen.“

Schützenschwester aus Ledde

Die Anerkennung der Schützenbrüder und -schwestern erleichterten der Blaskapelle das Marschieren und die Platzkonzerte der verschiedenen Veranstaltungen. 

War es auf dem Ledder Schützenfest noch sehr heiß, erfreuten sich die Musiker fast über die willkommene Abkühlung während des Schaler Schützenfestes. Das Marschieren bei Regen stellte plötzlich kein Übel mehr dar, sondern machte den meisten Musiker sogar tatsächlich Spaß. 

Noch über das kühle Nass gefreut, waren in Halverde wieder Temperaturen jenseits der 30-Grad-Grenze an der Tagesordnung. Trotz eines gesundheitlichen Zwischenfalls meisterten die Musiker auch diese Gegebenheiten und verabschiedeten sich nach dem Halverder Schützenfest in die wohlverdiente Sommerpause.

Die Blaskapelle Schapen beim Schützenfest 2018 in Schapen.

„Königsgrund“ feiert Schützenfest

Auf das Schapener Schützenfest freuen sich nicht nur die Schützen, sondern auch die Musiker der Blaskapelle Schapen ein ganzes Jahr über. In diesem Jahr ging es zunächst am Donnerstagnachmittag um eine musikalische Gestaltung des Familiennachmittages. 

Wie auch in den letzten Jahren erhielt die Musikjugend die Chance, ihr Können eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Unter dem Applaus der Familienmitglieder freuten sich die jungen Musiker über ihren nächsten Auftritt.

Am frühen Freitagmorgen ging es dann für die großen Musiker von der Schapener St. Ludgerus Kirche nach einem stärkenden Frühstück zum Kriegerdenkmal. In diesem Jahr sprach Landtagsabgeordneter Christian Fühner zu den Schützen und mahnte das stetige Erinnern an Kriegsopfer und Kriegsführung an. Heiter folgte das Königsschießen, das die Blaskapelle bis zum frühen Nachmittag musikalisch begleitete. Als Reinhard Siering und Dennis Wulf den Vogel herunter holten, war klar: In diesem Jahr gibt es statt dem Wiesengrund nun den „Königsgrund“ in Schapen.

Eine Gruppe Musiker spielt auf einer Veranstaltung.

Bei den Königsbällen am Freitag- und Samstagabend zeigte sich das Schapener Publikum begeistert von der modernen Stückauswahl der Blaskapelle. Beim Saisonhit des Jahres 2018 „Saufen morgens, mittags, abends“ brüllten die Schützen und Gäste lauthals mit. Spontan wurde das Lied „Wir sind die Kinder vom Süderhof“ um die Phrase „Wir sind die Kinder vom Wiesengrund“ umgeändert. Das Feiern mit den Königspaaren Reinhard Siering & Helga Reeker und Dennis Wulf & Jana Middelhove war wieder einmal unvergesslich. 

Eine Musikkapelle posiert vor einem alten Haus.

Schützenfest 2017 in Schapen

Das diesjährige Schapener Schützenfest war sowohl für die Blaskapelle, als auch für die feiernden Schützen ein voller Erfolg. Wie in jedem Jahr, machte es den Musikern großen Spaß, vor den Schapenern neue Stücke zu präsentieren.

Obligatorisch fing das Schützenfest mit einem Auftritt beim Familiennachmittag am Donnerstag an. Die großen musikalischen Stars waren dabei aber nicht die Blaskapelle, sondern der Nachwuchs der Musikjugend. Die jungen Musiker stellten wieder einmal ihr Können eindrucksvoll unter Beweis und zogen viele andere Kinder mit in den Bann. Veranstaltungen dieser Art sind die beste Werbung für eine gelingende Nachwuchsarbeit. Es zeigt, dass die jungen Musiker wertgeschätzt werden und regelmäßig das Erprobte präsentieren können.

Am Freitag zog die Kolonne aus Schützen und Musikern morgens nach der Schützenmesse von der Kirche, über das Seniorenzentrum St. Elisabeth hin zum Schützenzelt, wo auch schon die belegten Brötchen warteten. Nach einer Stärkung traten die Aktiven zum Kranzniederlegung am Ehrendenkmal an. Nach dem jährlichen Gänsehautmoment – dem Spielen der Nationalhymne – nahmen die Schützen das Gewehr in Richtung Vogel in die Hand. Untermalt wurde das Schießen vom Platzkonzert der Blaskapelle. Einige neue Stücke aus dem Repertoire führte die Kapelle unter Leitung von Dirk Brünenborg dabei auf. Große Erleichterung herrschte, als der Vogel schlussendlich gefallen war und nach einem „Hoch soll er leben“ endlich die verdiente Mittagspause eingeläutet wurde. Am Abend versammelten sich Schützen, Angehörige und Musiker zum Ausholen des neuen Königspaares Doris und Thomas von der Haar. Der kurze Weg war sicherlich ein Pluspunkt, der viele Interessierte lockte.

Den krönenden Abschluss lieferte dann der letzte Schützenfesttag. Nachdem die Musiker und Schützen ausschlafen konnten, traten sie am Samstagabend zum Ausholen des Jungen Königs Ferdinand Robert mit seiner Königin Janina Schmidt an. Trotz der teils starken Hitze und brennenden Sonne machten sich viele Schützen mit auf den längeren Weg an der Frerener Straße und bescherten dem Königspaar noch eine lange Nacht.

Der Sonntag war in diesem Jahr leider nicht zum Füßehochlegen vorgesehen. Die Blaskapelle musste noch einmal beim Schützenfest in Ledde ran und wurde dort für 20 Jahre Unterstützung geehrt.