Unternehmer Thomas Hoffrogge (mitte) überreicht eine Spende in Höhe von 6.000 Euro an Franz-Josef Göcke (links) und Edmund Huil von der Blaskapelle Schapen.

Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements

Einmal Schapen, immer Schapen zeigt sich nicht nur bei zahlreichen Veranstaltungen: Unternehmer Thomas Hoffrogge überreichte eine Spende in Höhe von 6.000 Euro an die Blaskapelle Schapen.

Als Schapener und interessierter Zuhörer zeigte sich Hoffrogge von der Entwicklung der Blaskapelle begeistert. „Was die Mitglieder und der Vorstand alles auf die Beine stellen, sei es in der Jugend oder auch bei Veranstaltungen hier in Schapen, ist schon beachtlich“, lobte er das Engagement der Musiker. Insbesondere die junge Altersstruktur von nicht einmal durchschnittlich 25 Jahren beeindruckten ihn immer wieder, so der Geschäftsführer des Schapener Unternehmens Innenausbau Hoffrogge.

Bereits seit vielen Jahren zeigt sich Thomas Hoffrogge als großzügiger Unterstützer der Schapener Kapelle. „Wir kennen Thomas als einen ortsverbundenen Musikfreund und sind ihm mehr als dankbar für die jahrelange finanzielle Unterstützung“, schätzt ihn Edmund Huil, Vorsitzender der Blaskapelle.

Der Vorstand der Blaskapelle Schapen mit den Neuaufnahmen.

Blaskapelle stellt sich breiter auf

Breiter aufgestellt hat sich die Blaskapelle Schapen bei ihrer Generalversammlung im Januar. Die umfangreichen Aufgaben, die ein ehrenamtlicher Verein erfüllen muss, sollten nicht nur auf wenigen Schultern lasten, mahnte Vorsitzender Edmund Huil.

Im Jahresrückblick ging Schriftführerin Henrika Huil auf die Höhepunkte des vergangenes Jahres ein. „Ein Tag, der allen Musikern in Erinnerung blieb“, war die Bischofsweihe von Heiner Wilmer in Hildesheim. Früh morgens aufgestanden, machte sich die Gemeinde samt Blaskapelle auf den Weg, um den Schapener bei seinem wichtigen Tag zu begleiten. Ebenso eindrucksvoll war das Konzert mit dem Hopstener Kirchenchor im November. „Da haben wir ordentlich die Hütte abgerissen“, ließ sich Huil von den Gedanken an den Applaus mitreißen. 

Dirk Brünenborg, musikalischer Leiter der Blaskapelle, zeigte sich ebenfalls äußert zufrieden mit dem vergangenen Jahr: „Die Hauptsache ist, dass es in diesem Jahr auch so gut läuft“, gab er zu Bedenken. Ein großes Lob erhielt der Metelener Brünenborg vom Vorsitzenden: „Du forderst uns immer wieder und das ist auch gut so“. Insgesamt dankte Huil allen Mitgliedern, die sich über die Proben hinaus engagieren. 

Der geschäftsführende Vorstand wird breiter aufgestellt und die Aufgaben passend aufgeteilt. Als Technikwart zeichnet sich Christian Hoffhues aus, Zeugwarte sind Erika Wiggering und Andrea Dirkes. Die umfangreichen Tätigkeiten der Notenwarte nehmen Josef Tebbe, Christian Hoffhues, Theresa Meyer und Mario Hoffhues auf sich. Letzterer ist gleichzeitig in der Mitgliederverwaltung tätig. Neben Joana Krauledat und Jakob von der Haar als Jugendvertreter und Stefan Griese als Jugenddirigent unterstützt Katharina Huil die Jugendarbeit. 

Die zur Wahl stehenden Vorstandsposten wurden einstimmig gewählt: Edmund Huil (Vorsitzender) und Henrika Huil (Schriftführerin und Pressewartin). Für Sarah Lambers tritt Joana Krauledat als Jugendvorsitzende ein und das Amt von Kassenprüfer Ludger Hofhues übernimmt nach 15 Jahren Andrea Dirkes. Das große Engagement innerhalb der Kapelle begeisterte den Vorsitzenden: „Davon lebt unser Verein und die ehrenamtliche Arbeit macht richtig Spaß“. Über gleich drei Neuaufnahmen freute sich die Blaskapelle: Mit Jette von Atens, Sebastian Pelle und Verena Hilbers verstärken drei Musiker die Reihen der Kapelle.

Im Jahr 2019 warten einige interessante Termine auf die Blaskapelle Schapen. Zusammen mit der Gemeinde Schapen fährt die Blaskapelle im Oktober nach Rom. Dort wird ein Oktoberfest gefeiert und die Papstaudienz – wie auch im Jahr 2011 – musikalisch begleitet. Vorausschauend tat sich eine Planungsgruppe für ein Konzert im Jahr 2020 zusammen: Katharina Huil, Stefan Griese, Jakob von der Haar, Joana Krauledat, Christian Hoffhues, Anné Determann und Henrika Huil sind die kreativen Köpfe dahinter. Ebenfalls kreativ wurden die Mitglieder bei einer Mitgliederbefragung am Ende der Versammlung. Es zeigte sich eine große Zufriedenheit mit der Stimmung innerhalb der Blaskapelle und auch die Organisation gefiel den Mitgliedern.    

Musik verbindet

Gemeinsam mit dem Kirchenchor Hopsten veranstaltet die Blaskapelle Schapen ein Konzert auf dem Saal der Gaststätte Schmiemann in Hopsten. Am 18. November präsentieren die Musiker ab 16.30 Uhr Stücke aus verschiedenen Musikrichtungen.

Konzertplakat "Musik verbindet"

Neben Robbie Williams Songs aus Let Me Entertain You, einem Medley der Blues Brothers oder einem Hauch vom Wilden, Wilden Westen gehören dazu ebenso Klassiker wie Ave Maria. In zwei Blöcken finden neben Einzeldarbietungen der beiden Musikgruppen auch einige gemeinsame Stücke Platz. Auf das gemeinsame Üben freut sich Edmund Huil, Vorsitzender der Blaskapelle, schon:

„Die Zusammenarbeit mit dem Hopstener Kirchenchor gestaltet sich sehr offen und zuverlässig. Wir freuen uns auf ein tolles Konzert und sind gespannt, wie sich unsere beiden Musikgruppen vereinen werden“.

Vorsitzender Edmund Huil

Neben den Auftritten des Kirchenchors und der Blaskapelle erhalten auch die Jüngsten, unsere Musikjugend, die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. In wöchentlichen Proben arbeiten die Mädchen und Jungen unter der Leitung von Stefan Griese schon fleißig an ihrem Programm.

Bischöfliche Hofkapelle

Samstagmorgen, 4.05 Uhr: Der Wecker klingelt – es geht los. Die kalte Dusche war wohl nötig, die Nacht kurz. Der Kaffee am Morgen das Lebenselixier. Ein kurzer Blick auf die Uhr. Um 5.15 Uhr stehen die Schapener bereits auf dem Parkplatz des Landgasthauses Rosken. Überall müde, aber aufgeregte Gesichter. Die Treppen des Busses erklommen, ging der wilde Ritt nach Hildesheim endlich los. Die erste Stunde nutzten viele, um noch eine Mütze Schlaf zu ergattern. Aber spätestens nach der Pause auf dem Rastplatz Auetal war das nicht mehr denkbar. Der warme Kaffee und leckere Kuchen stärkten die Musiker und mitgereisten Schapener.

„Wenn wir gleich in Hildesheim ankommen, dann müssen alle mit anpacken.“

Vorsitzender Edmund Huil

Viele Hände, schnelles Ende: Um 9 Uhr in Hildesheim angekommen, war der Weg ins das Gymnasium Josephinum nicht weit. Am Domplatz vorbei trafen die Schapener auf das Who-Is-Who der deutschen Katholischen Kirche. Auch einige bekannte Gesichter vom Handruper Gymnasium Leoninum, Heiner Wilmers Alma Mater, konnten ausgemacht werden.

Viele kleine und große Kinder in Messdienergewänden gingen in Richtung Hildesheimer Mariendom und waren mindestens so aufgeregt wie die Schapener. Beeindruckend zu sehen waren die Gruppen und Vereine, die unseren Schapener Jung Heiner Wilmer in seinen wohl wichtigsten Stunden unterstützen wollen. Neben Schützenvereinen und Schulgruppen, waren auch einige Ritter dabei. „Hast du die schon gesehen?“, war wohl die bestimmendste Frage in der Zeit vor dem Weihgottesdienst.

Gemütlich wollten die Schapener auf dem Domplatz ihre Bänke besetzen. Aber nichts da: Schon eine knappe halbe Stunde vor Beginn der Weihe war der Platz bis an den Rand gefüllt. Also hieß es in kleine Gruppen aufteilen und irgendwo einen Platz finden. Auf denen hielt es die Schapener aber nicht lange, als Heiner Wilmer kurz vor 10 Uhr sein Bischofshaus verlies. Wie ein kleiner Star jubelten und klatschten bereits einige Begeisterte.

Sichtlich angespannt betrat der angehende Bischof umsäumt von hunderten Messdiener und zahlreichen Bischöfen den Hildesheimer Dom, sein neues Zuhause. Schnell wieder Platz nehmen, sodass die Schapener auch ja nichts verpassen, war die Devise. Die Sicht einigermaßen gut, nahm der Weihgottesdienst seinen Lauf. Auf den engen Bänken kamen die ersten leisen Gespräche auf: „Wo kommt ihr denn her?“. Begeistert zeigten sich die übrigen Gottesdienstbesucher von der großen Scharr an Schapenener: Mehr als 200 wollten ihren „Schapener Jung“ schließlich tatkräftig unterstützen.

Spätestens als alle Last von ihm abfiel und Heiner inmitten des Doms auf Plattdeutsch erklärte, weshalb er ein Faß Bier für die Emsländer organisieren musste, hatte er alle Herzen bei sich. Lautes Lachen und Applaudieren hallte vom Dom über den Domplatz, vermutlich bis nach Schapen. Wie menschlich und nahbar er trotz seiner neuen Aufgabe als Bischof bleiben wird, zeigte der „Herz-Jesu-Bischof“, wie Erzbischof Stefan Heße aus Hamburg in taufte, bei seinem Bad in der Menge. Sein breites Grinsen steckte alle mit an und es flossen bestimmt so einige Tränchen.

Nach der Weihe machten sich die Musiker auf, sich erst einmal zu stärken. Nach den vier Stunden Gottesdienst war das auch bitter nötig. Den Klängen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Dinklar lauschend, schmeckte das Schnitzelbrötchen großartig. Einige Stücke spielten wir zusammen vor dem beeindruckenden Dom. Vielleicht war es Wunschdenken oder Einbildung, aber mit Sicherheit wanderte der ein oder andere Blick des neuen Bischofs in Richtung der Bühne.

Ein Highlight, auf das sich die Schapener schon während der Busfahrt eingestimmt hatten, war das Schapen-Lied:

„Scha-Scha-Schapen, klein aber fein. Scha-Scha-Schapen, ich lieb‘ dich nicht nur zum Schein. Zwar wachsen keine Reben hier, aber dafür gibt es Schnaps und Bier. Unsere Stimmung ist famos, in Schapen ist immer was los“,

schallte es laut über den Hildesheimer Domplatz.

Zwar konnte sich unser Bischof von seinen offiziellen Pflichten nicht lösen und lautstark mit den Schapenern einstimmen, in seinem Herzen sang er aber bestimmt mit. In Windeseile packten die Musiker ihre Sachen zusammen und rannten förmlich zurück zum Bus aus Sorge, dass dieser ohne sie fahren würde. Fehlt noch einer? Ja, Heiner! Dieser bleibt aber wohl oder übel in Hildesheim.

In alter Blaskapellen-Manier musste selbstverständlich auf dem Rastplatz „Mutter, Mutter, der Reis kocht über“ gespielt werden. Sonst wäre es kein #blaskapelleontour gewesen. Trotz großer Müdigkeit war die Busfahrt definitiv alles andere als langweilig. Nicht nur ein Geburtstagsständchen wurde gesungen, auch der Franz von der Vogelwiese saß plötzlich im Bus auf dem Weg nach Schapen. Als auf der Autobahn das Schild „Willkommen im Emsland“ zu sehen war, rückte die Heimat in greifbare Nähe. Obwohl alle abends todmüde ins Bett gefallen sind, hat sich der kleine Roadtrip auf jeden Fall gelohnt. Abschließend bleibt uns nur noch zu sagen:

„Heiner, es war uns eine Ehre!“

Erfolgreiches Jahr 2017

Auf ein ereignisreiches vergangenes Jahr blickte am 13. Januar die Blaskapelle Schapen bei ihrer Generalversammlung zurück. Im Mittelpunkt standen dabei die beiden Konzerte unter dem Motto „Und Klappe…“.

Vor allem das Schapener Konzert in der Halle des Unternehmens Transporte Vaal ließ die Mitglieder in Erinnerungen Schwelgen. Die Vorbereitungen waren anstrengend, aber der Applaus beim Konzert und die Stimmung bei der anschließenden Party waren die Mühen wert, fand Vorsitzender Edmund Huil.

„Ohne die DIAs hätten wir das aber nicht geschafft“,

lobte Huil die Tatkraft und Einsatzbereitschaft des Vereins Do it Alfons.

Auch das Oktoberfest Ende September war wieder ein voller Erfolg. Insgesamt blickte die Blaskapelle auf knapp 20 Auftritte im vergangenen Jahr zurück. Für die Nachwuchsgewinnung war das Jahr 2017 ebenfalls ein erfolgreiches. Nach einem Probiernachmittag in der Hopstener St. Franziskus-Grundschule meldeten sich gleich einige Kinder für einen Musikschulunterricht an. Auch der Besuch im Musikunterricht der Grundschule in Schapen zeigte Wirkung. Eine ganze Bläserklasse mit 15 Kindern konnte in der St. Ludgerus Grundschule gebildet werden.

Bei der Musikjugend, der Nachwuchskapelle, gründeten sich zwei Gruppen, die leistungsgerecht Woche für Woche die Orchesterprobe durchführen. Unter der Leitung von Stefan Griese sei die Probenbeteiligung sehr gut, berichteten Jugendvertreter Jakob von der Haar und Sarah Lambers. Ein besonderes Lob galt an dem Samstagabend den erfolgreichen Teilnehmerinnen des D1-Lehrgangs in Salzbergen. Maren Beerboom erreichte sogar 99 von 100 Punkten und wurde Lehrgangsbeste. „Da passiert so einiges“, resümierte Vorsitzender Edmund Huil die Jugendarbeit.

Nachdem Franz-Josef Göcke den ausgeglichenen Kassenbericht präsentierte, konnte er Vorstand einstimmig entlastet und wiedergewählt werden. Stefan Griese bleibt für weitere zwei Jahre stellvertretender Vorsitzender. Ebenfalls weitere zwei Jahre darf Jakob von der Haar als Jugendvertreter und Franz-Josef Göcke als Kassierer arbeiten. Erika Wiggering wurde ebenfalls für eine weitere Wahlperiode zur Kassenprüferin bestimmt. 

Ein Blick auf das Jahr 2018 verriet: Der Blaskapelle Schapen wird sicherlich nicht langweilig werden. Es soll ein Konzert mit dem Hopstener Kirchenchor veranstaltet werden. Für 2019 steht ebenfalls ein weiteres Highlight auf dem Programm. Die Blaskapelle wird die Gemeindefahrt nach Rom musikalisch begleiten.